Martin Luther – An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes kostenlos als MP3-Hörbuch & PDF-Dokument herunterladen
„An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ von Dr. Martin Luther (Martinus Luther) aus dem Jahr 1524, in der Ausführung vom 1933, als MP3-Hörbuch und PDF-Dokument zum Herunterladen oder als Video mit Text zum Mitlesen. Diese Ausführung stammt aus dem Sammelwerk „Schriften zur Neuorganisation der Gesellschaft“, in dem Schriften von Martin Luther enthalten sind.
Als gemeinfrei dürfte „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ von Dr. Martin Luther gelten, weswegen dieses Schriftwerk als MP3-Hörbuch und PDF-Dokument zum kostenlosen Download auf ewige-bildung.de verfügbar ist. Sollten dennoch urheberrechtliche Probleme vorliegen, so wird um eine schriftliche oder telefonische Rückmeldung gebeten, damit die Komplikation behoben werden kann. Gott vergibt, so bitte auch Sie – wir sind alle nicht frei von Fehlern!
Schrift: An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen
Sammelwerk: Schriften zur Neuorganisation der Gesellschaft
Verfasser: Dr. Martin Luther (Martinus Luther)
Jahr: 1524 Erstveröffentlichung / Ausführung von 1933
Bitte Beachten: Beim Einlesen des Hörbuches wurde die Sprache des Inhaltes an wenigen Stellen leicht angepasst. Dies geschah auf solch eine Weise, die den Inhalt und Sinn des Originalwerks bestmöglich bewahrt, damit das Werk für heutige Zuhörer verständlicher ist.
Eingelesen: F. Schechner
Laufzeit: 01:14:50 Minuten
Bitrate: 160 kBit/s
Format: MP3-Datei
Größe: 85,6 MB
An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes kostenlos als kompakte Broschüre bestellen
In seinem Werk „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ appelliert Martin Luther an die Obrigkeiten, öffentliche Schulen zu gründen. Er betrachtet Bildung als Fundament einer blühenden Gesellschaft und warnt davor, dass die Jugend ohne eine gute Unterweisung geistig und moralisch verkümmert – ein Versäumnis, das er als schwere Sünde einstuft. Um diese Bildungsgedanken heute zugänglich zu machen, bietet der „Informationsdienst für ewige Bildung“ (iFEB) dieses Schriftwerk von Luther als kostenlose Verteilschrift an. Die Texte dieser kompakten Broschüre wurden behutsam modernisiert, damit Luthers kraftvolle Sprache für heutige Leser verständlich bleibt, ohne an Tiefe zu verlieren. Diese Publikation eignet sich ideal zur persönlichen Weiterbildung oder zur Weitergabe. Sie können diese für Ihre Gemeinde oder die christliche Bildungsarbeit auch in größeren Mengen kostenlos bestellen.
Inhaltsverzeichnis von diesem Informationsträger
Seite 02: Werden die Menschen in den Schulen verdorben?
Seite 02: Wie verdummen die Menschen in den Schulen?
Seite 03: Lernen die Menschen, ohne etwas zu lernen?
Seite 03: Ist eine schlechte Erziehung eine Sünde?
Seite 04: Wie verkommt eine Gesellschaft?
Seite 04: Wer sind die Verderber der Gesellschaft?
Seite 05: Warum benötigen wir gute Schulen?
Seite 06: Wie kann man effektiv lehren?
Seite 07: Sollte man hebräisch und griechisch lernen?
Seite 08: Wofür war das biblische Zungenreden da?
Seite 08: Welche Bücher werden zum Lernen benötigt?
Luthers Bildungsappell als Video: Hören und Mitlesen in Echtzeit
Neben dem klassischen Hörbuch wird Martin Luthers Schrift „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ auch als Video mit integrierter Textspur angeboten. Dieses Format ermöglicht ein synchrones Mitlesen, während die Tonspur abgespielt wird. Da Luthers Sprache aus dem 16. Jahrhundert trotz behutsamer Anpassungen eine hohe geistige Dichte aufweist, unterstützt die visuelle Darstellung des Textes das Verständnis massiv. Das Video-Format bietet eine ideale Brücke zwischen dem auditiven Erlebnis und dem konzentrierten Studium der Quelle. Nutzer können das Tempo selbst bestimmen, bei komplexen Passagen pausieren oder Zitate direkt optisch erfassen. Diese multimediale Aufbereitung stellt sicher, dass Luthers flammender Appel nicht nur gehört, sondern in seiner vollen Tiefe durchdrungen werden kann – ideal für ein nachhaltiges Lernerlebnis auf ewige-bildung.de.
Luthers Bildungsappell: „An die Ratsherren“ als digitales Medienpaket
Das bedeutende Schriftwerk „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ von Dr. Martin Luther aus dem Jahr 1524 markiert einen Wendepunkt in der deutschen Bildungsgeschichte. In diesem flammenden Appell forderte der Reformator die städtischen Obrigkeiten auf, die Verantwortung für die Erziehung der Jugend zu übernehmen. Er sah in der Gründung öffentlicher Schulen und Bibliotheken nicht nur eine religiöse Pflicht, sondern das notwendige Fundament für eine stabile und blühende Gesellschaft.

Um dieses wegweisende Werk einem modernen Publikum zugänglich zu machen, stellt die Plattform ewige-bildung.de eine umfassende digitale Edition bereit. Die Grundlage bildet eine Ausführung aus dem Jahr 1933, die dem Sammelwerk „Schriften zur Neuorganisation der Gesellschaft“ entnommen wurde. Interessierte können das Werk in drei verschiedenen Formaten nutzen:
Als MP3-Hörbuch zum Herunterladen oder direkten Anhören.
Als PDF-Dokument für das vertiefte Studium des Textes.
Als Video mit Text, das ein synchrones Mitlesen während des Hörens ermöglicht.
Das Hörbuch hat eine Laufzeit von ca. 1 Stunde und 15 Minuten. Um die Sprachbarrieren des 16. Jahrhunderts zu überbrücken, wurde der Text an vereinzelten Stellen behutsam angepasst. Diese Aktualisierung stellt sicher, dass der ursprüngliche Sinn und die rhetorische Kraft Luthers für heutige Zuhörer verständlich bleiben, ohne den historischen Kern zu verfälschen. Technisch aufbereitet wurde das Audio-Format mit einer Bitrate von 160 kBit/s bei einer kompakten Dateigröße von rund 86 MB.
Die schriftliche Edition: Luthers Bildungsappell als PDF-Dokument
Ergänzend zum auditiven Angebot steht Martin Luthers wegweisende Schrift „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen“ als kostenloses PDF-Dokument zum Download bereit. Diese digitale Textfassung bildet das unverzichtbare Fundament für alle, die Luthers Argumentation für ein öffentliches Schulwesen im Detail studieren möchten. Die Bereitstellung als PDF ermöglicht eine flexible Nutzung auf so gut wie allen Endgeräten. Da die Sprache im Hörbuch an wenigen Stellen behutsam modernisiert wurde, dient das PDF als verlässliche Textreferenz, um den Inhalt in Ruhe zu reflektieren. In Kombination mit dem Hörbuch bietet die PDF-Datei somit die perfekte Grundlage für ein nachhaltiges und tiefgreifendes Verständnis von Luthers Vision einer gebildeten Gesellschaft.
Inhaltsverzeichnis zum Hörbuch: An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen
00:00:00 / Ab Seite 73: Verdirbt der Teufel die Menschen in den Schulen?
Seite 73: Wurde Luther verbannt und die Reichsacht getan?
Seite 74: Gehorcht derjenige Christus, der Luther gehorcht?
Seite 74: Verachtet derjenige Christus, der Luther nicht gehorcht?
Seite 74: War das damalige Lehrsystem schlecht und unchristlich?
Seite 74: Hat man damals nur gelernt, wie man seinen Bauch füllt?
Seite 74: Wurde damals das Seelenheil nicht gesucht und nicht gelehrt?
Seite 74: Interessierten sich die Eltern nicht für das Seelenheil der Kinder?
Seite 74: Sollen Eltern den Bauch und die Seele ihrer Kinder versorgen?
Seite 75: Drängt der Teufel die Eltern dazu, dass sie ihre Kinder im Stich lassen?
Seite 75: Verdirbt der Teufel die Menschen in den Klöstern?
Seite 75: Verdirbt der Teufel die Menschen, indem er das Evangelium unterdrückt?
Seite 75: Sind herkömmliche und christliche Lehranstalten vom Teufel, um die Menschen zu fangen und zu verderben?
Seite 75: Kann eine Gesellschaft nur gegen den Teufel siegen, wenn Kinder unter dem Wort Gottes aufwachsen und andere im Wort Gottes unterrichten?
Seite 75: Fürchten die Menschen die Kriege und ihre Feinde – aber haben keine Furcht vor dem Teufel?
00:07:51 / Ab Seite 76: Lernt man an den Schulen 20 bis 40 Jahre, nur um nichts zu lernen?
Seite 76: Ist ein echter Christ wertvoller als alle Menschen auf Erden?
Seite 76: Ist es wichtig und ernst, dass der Jugend geholfen wird, damit allen geholfen wird?
Seite 77: Verschaffte Gott den Deutschen ein goldenes Jahr?
Seite 77: Ist ein schlechtes Schulsystem nur ein Eselstall oder eine Teufelsschule?
Seite 77: Lernen Menschen in einem schlechten Schulsystem für 20 bis 40 Jahre, nur um nichts gelernt zu haben?
Seite 77: Ist es besser nichts zu lernen, als in eine Teufelsschule zu gehen?
Seite 77: Sollten Schulen christlich gemacht werden?
Seite 77: Sollten unchristliche Schulen zerstört werden?
00:13:47 / Ab Seite 78: Ist schlechte Erziehung eine Sünde?
Seite 78: Haben die Juden, die Griechen und die Romanisten das Wort Gottes verloren?
Seite 78: Haben nun die Deutschen das Wort Gottes?
Seite 78: Sollten Eltern ihre Kinder lehren?
Seite 78: Ist das Volk nicht im Stande, die eigenen Kinder zu lehren?
Seite 79: Ist es eine Sünde, wenn man seine Kinder nicht ordentlich erzieht?
Seite 79: Wie schlimm ist die Sünde, seine Kinder nicht zu erziehen?
Seite 79: Muss die Obrigkeit die Kinder erziehen, wenn es die Eltern nicht tun?
Seite 80: Aus welchen Gründen erziehen Eltern ihre Kinder nicht?
00:22:08 / Ab Seite 80: Verkommt eine Gesellschaft, wenn die Erziehung fehlt? Wie blüht eine Gesellschaft auf?
Seite 80: Verdirbt eine ganze Stadt durch schlechte Eltern?
Seite 80: Soll die Obrigkeit auf die Kinder aufpassen, damit eine Stadt nicht verdirbt?
Seite 81: Wodurch blüht eine Stadt auf?
Seite 81: Blüht eine Stadt nicht durch Produktionsgüter auf, sondern durch gut erzogene Bürger?
Seite 81: Benötigt man gute Schul- und Zuchtmeister, um ein gutes Volk zu bilden?
Seite 81: Müssen gute Leute gemacht werden, wenn diese fehlen?
Seite 81: Ist die Obrigkeit schuld, wenn ein Volk verkommt?
Seite 82: Ist ein verkommenes Volk nur dazu gut, verbrannt zu werden?
Seite 82: Ist es eine unmenschliche Bosheit, wenn es einem egal ist, ob nach einem die Sintflut kommt?
00:26:55 / Ab Seite 82: Wofür war das biblische Sprachenreden da? Wie wurde das Evangelium verbreitet?
Seite 82: Werden die Deutsche von den anderen Völkern als Bestien und Tiere angesehen?
Seite 82: Wollen die Deutschen ausländische Güter, aber nicht die Sprachen des Auslands lernen?
Seite 82: Ist es nützlich Hebräisch, Latein und Griechisch zu lernen, um die Bibel zu verstehen?
Seite 83: Wie bekämpft der Teufel nützliche Lehrfächer?
Seite 83: Wurde das Evangelium durch das biblische Sprachenreden verbreitet?
Seite 83: Sollte man Fremdsprachen lernen, weil das Evangelium durch Fremdsprachen vermittelt wurde?
Seite 83: Wird das Evangelium durch die Sprachen bewahrt?
Seite 83: Wurde das Evangelium offenbart, um das Regiment des Antichristen zu zerstören?
Seite 83: Wurden die Griechen von den Türken vertrieben, damit die griechische Sprache verbreitet würde?
00:31:01 / Ab Seite 84: Warum sollte man Hebräisch und Griechisch lernen?
Seite 84: Warum sollte man hebräisch und griechisch lernen?
Seite 84: Nutzte Gott die hebräische und griechische Sprache vor allen anderen Sprachen?
Seite 84: Wurde das alte Testament auf hebräisch verfasst?
Seite 84: Wurde das neue Testament auf griechisch verfasst?
Seite 84: Ist Hebräisch eine heilige Sprache, weil Gottes Wort in dieser Schrift verfasst wurde?
Seite 84: Ist auch Griechisch eine heilige Sprache, weil das neue Testament auf griechisch verfasst wurde?
Seite 84: Wird in Klöstern und Schulen das Evangelium verlernt?
Seite 84: Wird in Klöstern und Schulen die deutsche Sprache verdorben?
Seite 84: Werden in Klöstern und Schulen die Menschen zu Bestien?
Seite 84: Verlieren in Klöstern und Schulen die Menschen ihre natürliche Vernunft?
Seite 85: Wurde das Evangelium in Griechisch sicher verwahrt, wie in einer heiligen Lade?
Seite 85: Geht das Evangelium unter, wenn die Sprachen verlernt werden?
Seite 85: Hörte nach der Apostelzeit das biblische Sprachenreden auf?
Seite 85: Ging das Evangelium unter dem Papst unter?
Seite 85: Ist durch die Reformatoren das Evangelium viel reiner verfügbar, als zur Zeit von Hieronymus und Augustinus?
Seite 85: Erweckte der heilige Geist die Sprachen auf der Erde?
00:36:39 / Ab Seite 86: Wie legt man die Bibel richtig aus? Warum irrten die Glaubensväter?
Seite 86: Wurden die Glaubensväter auch ohne die Sprachen selig?
Seite 86: Haben sich Hieronymus und Hilarius in der Auslegung der Bibel geirrt?
Seite 86: Musste Hieronymus eine Bibelübersetzung verbessern, weil diese inhaltliche Fehler enthielt?
Seite 86: Sollten Ausleger der Schrift Latein, Griechisch und Hebräisch lernen, um in der Auslegung der Bibel nicht zu irren?
Seite 87: Was ist der unterschied von einem Prediger, Ausleger und Propheten?
Seite 87: Kann ein Prediger gut lehren aber nicht gut auslegen?
Seite 87: Werden Ausleger benötigt, um die Bibel zu verstehen?
Seite 87: Wurde in der Schrift häufig geirrt, weil die Kirchenväter die Sprachen nicht beherrschten?
Seite 87: Reicht es nicht aus Auslegungen zu lesen, um die Bibel zu verstehen?
Seite 87: Muss man auch die Sprachen verstehen, um die Bibel richtig zu verstehen?
Seite 88: Meinen etliche Gläubige, welche die Bibel nicht achten, den heiligen Geist zu haben?
Seite 88: Achten etliche Gläubige die Sprachen nicht?
Seite 88: Kann durch die Sprachen und die Bibel dem Reich des Teufels großer Schaden zugefügt werden?
Seite 88: Werden die Sprachen und die Bibel benötigt, um gegen den Irrtum vorzugehen?
Seite 88: Ist es gefährlich, andere Worte zu nutzen, als Gott sie nutzt?
00:48:10 / Ab Seite 90: Warum benötigen wir gute Schulen? Wie wird ein Schulsystem zerstört?
Seite 90: Wie haben die Sophisten das Schulsystem ruiniert?
Seite 91: Warum ist es wichtig, dass Jungen und Mädchen gut unterrichtet werden?
Seite 91: Säuft die Obrigkeit lieber, als sich um die Erziehung der Jugend zu kümmern?
Seite 92: Benötigen wir die Schule, weil es viel Zeit dauert, bis wir Erfahrungen machen?
Seite 92: Was würde Martin Luther seine Kinder lehren?
Seite 92: Was hätte Martin Luther gerne gelernt, als er jünger war?
00:56:13 / Ab Seite 93: Reichen zwei Stunden Schulunterricht am Tag?
Seite 93: Lernen Menschen 20 bis 30 Jahre, ohne etwas zu lernen?
Seite 93: Reichen ein bis zwei Unterrichtsstunden pro Tag aus, um Kinder ordentlich zu lehren?
Seite 93: Mag der Teufel unnütze Leute, damit es den Menschen schlecht geht?
Seite 93: Können Frauen in einer Schulde als Lehrer eingesetzt werden?
Seite 93: Sind die Menschen dumm, wodurch sie nicht lehren und regieren können?
Seite 93: Können die Leute nur ihren Bauch füllen, weil sie nichts anderes gelernt haben?
Seite 93: Müssen die Menschen gelehrt werden, damit wir Prediger und Seelenwärter kriegen?
Seite 94: Bringen die Schulen nur Verführer hervor?
Seite 94: Was geschieht, wenn Gottes Rat und Weisung verachtet wird?
Seite 94: Hat Salomo das Buch der Sprichwörter (Proverbiorum) verfasst, um junge Leute zu lehren?
Seite 94: Sollten die Deutsche die Vernunft brauchen, damit sich die Welt bessert?
01:03:00 / Ab Seite 95: Wie verblödet der Teufel die Menschen? Warum sollte Wissen bewahrt werden?
Seite 95: Ist es besser ungeschickt zu reden, als zu schweigen?
Seite 95: Sollten die Menschen das Wissen schriftlich festhalten und über Bücherhäuser verbreiten?
Seite 95: Diente die Bundeslade auch zur Verwahrung der heiligen Schrift?
Seite 95: Wurden die Leviten auch zum Schutz der Schriften eingesetzt?
Seite 96: Wie entstand die Schrift des alten Testaments?
Seite 96: Füllt der Teufel die Regale mit dummen Büchern, um uns von der Bibel zu entfernen?
Seite 96: Sind die Bücher des Aristoteles schädlich?
01:08:04 / Ab Seite 97: Was für Bücher benötigt man? Welche Bücher kann man wegwerfen?
Seite 97: Wie nutzen die Teufelslehrer die Menschen aus?
Seite 97: Wodurch zeichnen sich unfähige Lehrer und Meister aus?
Seite 97: Verderben die Bücher der Mönche und Sophisten die Menschen?
Seite 97: Welche Bücher können weggeworfen werden?
Seite 97: Welche Bücher benötigt man?
Seite 97: Sollte eine Bücherei die Bibel und die besten Ausleger enthalten?
Seite 98: Werden die Deutschen als Bestien angesehen, weil sie für die Kriegsführung, Fressen und Saufen bekannt sind?
Seite 98: Lässt der Teufel stetig neue Bücher schreiben und die Regale damit vollstopfen, damit gute Bücher untergehen?
Seite 99: Aus welchen Motiven handelt Martin Luther?
Seite 99: Handelt Luther, weil er für ganz Deutschland das Heil sucht?
Seite 99: Sollten die Menschen ihr Herz von Gott erweichen lassen, damit sie der Jugend helfen?
Zusammenfassung: An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen
Das Schulwesen als Schlachtfeld zwischen Gott und Teufel (00:00:00 – 00:07:51)
Luther beginnt mit einer scharfen Analyse des damaligen Bildungszustands. Er warnt davor, dass der Teufel die Menschen bewusst in schlechten Schulen und Klöstern verdirbt, um das Evangelium zu unterdrücken. Ein Lehrsystem, das nur darauf ausgerichtet ist, „den Bauch zu füllen“, vernachlässigt das Seelenheil der Kinder. Eltern, die ihre Kinder im Stich lassen, handeln unter dem Drang des Teufels. Wahre gesellschaftliche Siege gegen das Böse sind laut Luther nur möglich, wenn die Jugend im Wort Gottes unterrichtet wird. Er stellt die provokante Frage, warum Menschen Kriege fürchten, aber keine Angst davor haben, dass ihre Kinder durch mangelnde christliche Bildung geistig zugrunde gehen.
Die Goldene Zeit und die Kritik am alten System (00:07:51 – 00:13:47)
Luther bezeichnet die aktuelle Zeit als ein von Gott geschenktes „goldenes Jahr“, in dem die Chance zur Erneuerung besteht. Er kritisiert das herkömmliche Schulsystem als „Eselställe“ und „Teufelsschulen“, in denen man 20 bis 40 Jahre verbringt, ohne etwas Wesentliches zu lernen. Es sei besser, gar nichts zu lernen, als in solchen unchristlichen Anstalten verdorben zu werden. Ein einziger echter Christ sei wertvoller als alle Menschen auf Erden, weshalb der Jugend dringend geholfen werden müsse, um der gesamten Gesellschaft zu dienen.
Erziehungspflicht und die Sünde der Vernachlässigung (00:13:47 – 00:22:08)
Ein zentraler Punkt ist die moralische Verpflichtung zur Erziehung. Luther brandmarkt schlechte Erziehung als schwere Sünde. Da viele Eltern entweder unfähig, unwissend oder zu beschäftigt sind, um ihre Kinder selbst ordentlich zu unterrichten, sieht er die Obrigkeit in der Pflicht. Wenn Eltern ihre Aufgabe aus Bosheit oder Mangel an Ressourcen nicht erfüllen, muss der Staat einspringen. Er warnt das Volk davor, das Wort Gottes so leichtfertig zu verlieren, wie es einst die Juden oder Griechen taten.
Bildung als Fundament einer blühenden Stadt (00:22:08 – 00:26:55)
Luther räumt mit dem Missverständnis auf, dass eine Stadt durch materiellen Wohlstand oder starke Mauern aufblüht. Wahres Gedeihen entspringt allein gut erzogenen Bürgern und fähigen Führungskräften. Er fordert die Obrigkeit auf, „gute Leute zu machen“, da ein verkommenes Volk zu nichts anderem gut sei, als „verbrannt zu werden“. Es sei eine „unmenschliche Bosheit“, nur an das eigene Heute zu denken und nachfolgenden Generationen eine geistige Sintflut zu hinterlassen.
Die Bedeutung der Sprachen für das Evangelium (00:26:55 – 00:36:39)
Luther bricht eine Lanze für das Studium von Hebräisch, Griechisch und Latein. Er verspottet die Deutschen, die zwar ausländische Waren begehren, aber die Sprachen des Auslands verachten. Die Sprachen sind für ihn die „Scheide“, in der das Schwert des Geistes (das Wort Gottes) steckt. Er argumentiert historisch: Gott ließ das Evangelium in Hebräisch und Griechisch aufzeichnen, und durch die Sprachen wird es rein bewahrt. Wer die Sprachen vernachlässigt, riskiert, dass das Evangelium untergeht und die Menschen wieder zu „Bestien“ ohne natürliche Vernunft werden.
Schriftauslegung und der Schutz gegen Irrtum (00:36:39 – 00:48:10)
Hier beleuchtet Luther den Unterschied zwischen einem einfachen Prediger und einem wahren Ausleger (Propheten). Viele Kirchenväter hätten sich in der Auslegung geirrt, weil sie die Sprachen nicht beherrschten. Ohne Sprachkenntnisse könne man die Bibel nicht tiefgreifend verstehen oder gegen häretische Irrtümer verteidigen. Er warnt vor Gläubigen, die behaupten, allein durch den Geist (ohne das Studium der Schrift und der Sprachen) erleuchtet zu sein – dies sei eine gefährliche Täuschung des Teufels.
Praxis des Unterrichts und die Rolle der Frau (00:48:10 – 01:03:00)
Luther fordert eine radikale Reform der Lehrmethoden. Er kritisiert die „Sophisten“, die das Schulsystem ruiniert haben. Sein Vorschlag ist pragmatisch: Ein bis zwei Stunden Schulunterricht am Tag für Jungen und Mädchen würden ausreichen, wenn der Unterricht effektiv gestaltet ist. Besonders bemerkenswert ist seine Erwähnung, dass auch Frauen als Lehrerinnen eingesetzt werden könnten. Das Ziel ist es, fähige „Prediger und Seelenwärter“ sowie weise Bürger hervorzubringen, die mehr können, als nur „ihren Bauch zu füllen“.
Bibliotheken und die Bewahrung des Wissens (01:03:00 – Ende)
Im letzten Abschnitt plädiert Luther leidenschaftlich für die Einrichtung guter Bibliotheken. Er zieht Parallelen zur Bundeslade, die dem Schutz der heiligen Schriften diente. Er warnt davor, die Regale mit „dummen Büchern“ (wie denen von Mönchen oder dem schädlichen Aristoteles) vollzustopfen. Eine gute Bücherei muss die Bibel, die besten Ausleger und nützliche Bücher über Sprachen, Geschichte und Recht enthalten. Sein Abschluss ist ein persönlicher Appell: Er handelt nicht aus Eigennutz, sondern weil er das Heil für ganz Deutschland sucht. Er bittet die Ratsherren, ihre Herzen von Gott erweichen zu lassen, um der Jugend und damit der Zukunft beizustehen.
Jan Hus – Briefe aus dem Gefängnis zu Costnitz
Martin Luther – An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes
Obadja (Osiander-Bibel 2025)
Jan Hus – Von dem Blute Christi