Quellenschau Nr.2: Das Erbe von Kanaan

Bei dieser Ausarbeitung handelt es sich um die zweite Quellenschau, die vom "Informationsdienst für ewige Bildung" (iFEB) veröffentlicht wurde. Die Quellenschau Nr.2 beschäftigt sich mit der Frage: „Was ist der Ursprung der gegenwärtigen Missstände?“

Das Erbe von Kanaan: Kapitel 1

Was ist der Ursprung der gegenwärtigen Missstände?

Woher kommen die gegenwärtigen Missstände? Was ist der Auslöser für all das Leid, die nie endende Zerstörung, die zunehmende Armut, die geistige Verwahrlosung und all das Unrecht? Und wichtiger noch: Was ist der Ausweg aus dieser misslichen Lage? Sicherlich könnten diese Fragen zu zahlreichen Spekulationen anregen. Jedoch führen Spekulationen selten zu befriedigenden Antworten. Daher die Frage: „An welcher Stelle müsste eine Suche ihren Anfang nehmen, um zufriedenstellende Antworten auf die genannten Fragen zu finden?“ Einen Hinweis liefert das fünfte Kapitel vom Hebräerbrief, in dem es heißt:

Hebräer 5,12 (LUT)

Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht feste Speise.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/Hebr%C3%A4er5%2C12

Aus dem Brief an die Hebräer kann also die Empfehlung entnommen werden, die anfänglichen Gründe der Aussprüche Gottes zu untersuchen! Ist es daher denkbar, dass eine Untersuchung des Anfangs bedeutende Hinweise offenbart, mit denen Antworten auf die anfänglichen Fragen ermittelt werden können? Vielleicht. Eine Sichtung des Anfangs wird Klarheit, über die bisherige Fragenkette, schaffen. Deswegen widmet sich diese Ausarbeitung den Anfängen des Seins, um den irdischen Ursprung aufzuzeigen, durch den ungeahnte Schrecknisse entfesselt wurden, die bis zum heutigen Tag über die Erde toben und die Menschen einer endlosen Drangsal, Trübsal und Mühsal aussetzen. Denn bei diesem Ursprung scheint es sich um die irdische Quelle der gegenwärtigen Missstände zu handeln.

Trotz aller Mühen, einen möglichst korrekten Informationsträger zusammenzustellen, ist es von mir (dem Verfasser) eindringlichst erwünscht, dass der folgende Hinweis zur Kenntnis genommen wird:

Bitte Beachten: Informationswerke, wie diese, sind verbesserungswürdig und ersetzen nicht das Bibellesen!!! Deswegen sollte dieser Informationsträger nur als ein Wegweiser zum Lesen der Bibel betrachtet werden! Es ist vom mir (dem Verfasser) ausdrücklichst erwünscht, wie die Juden aus Beröa zu verfahren und die gebotenen Inhalte selbständig zu überprüfen (Apostelgeschichte 17,10-11). Daher sollte diese Ausarbeitung mit einem gesunden Abstand betrachtet werden, weil Menschen zu Fehlern neigen und fehlerhafte Auslegungen den Blick auf die Umstände trüben.

Wie war es am Anfang? Ernährten sich Menschen und Tiere pflanzlich und lebten sie friedlich miteinander?

Ein Sprichwort besagt: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen [...][...].“ Wer also die Gegenwart verstehen möchte, der sollte die Vergangenheit kennenlernen, um zum Beispiel den Ursprung der gegenwärtigen Missstände zu erkennen. Doch welcher Abschnitt der Vergangenheit sollte untersucht werden, um die Gegenwart zu verstehen? In diesem Fall wird einer Empfehlung aus dem Hebräerbrief gefolgt, die dazu anregt; die anfänglichen Gründe der Aussprüche Gottes zu untersuchen (Hebräer 5,12). Doch was passierte anfänglich? Eine Antwort liefert das erste Kapitel der Genesis:

Genesis 1,1 (SLT)

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB.EU.SLT/1.Mose1%2C1

Gott (JHWH) erschuf also im Anfang die Himmel und die Erde. Doch damit hörte Gott (JHWH) nicht auf zu erschaffen. Denn Gott (JHWH) erschuf in vier Tagen einen Lebensraum, der die Grundlage alles irdischen Dasein darstellt (Genesis 1,1-19). Damit ist ein Lebensraum gemeint, der zum Beispiel allen Tieren und Pflanzen das Sein ermöglicht. Am fünften und sechsten Tag erschuf Gott die irdischen Lebewesen im Wasser, auf Erden und im Himmel (Genesis 1,20-25).

An dieser Stelle könnte sicherlich die Frage aufkommen: „In nur sechs Tagen soll Gott (JHWH) alles erschaffen haben? Wer eine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage wünscht, derjenige sollte beachten; dass ein Tag bei Gott (JHWH) nicht mit einem Tag bei den Menschen zu vergleichen ist. Denn im dritten Kapitel vom zweiten Petrusbrief ist nachzulesen:

2.Petrus 3,8 (SLT)

Ferner dürft ihr dies eine nicht unbeachtet lassen, Geliebte, daß »ein Tag beim Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag« (Ps 90,4).

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/2.Petrus3%2C8

Bei Gott (JHWH) ist also ein Tag wie tausend Jahre. Entstand somit der irdische Lebensraum und alles irdische Sein in sechstausend Jahren, weil ein Tag bei Gott (JHWH) wie tausend Jahre ist? Wenn dem so sein sollte, dann erschuf Gott (JHWH) alles in sechs Tagen. An diesem sechsten Tag erschuf Gott (JHWH) auch den Menschen, wie es im ersten Kapitel der Genesis zu lesen ist:

Genesis 1,26-31 (MENG)

Dann sprach Gott: »Laßt uns Menschen machen nach unserm Bilde, uns ähnlich, [...][...] Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bilde: nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie. [...][...] Gott segnete sie dann mit den Worten: »Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde an [...][...] Hiermit übergebe ich euch alle samentragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und alle Bäume mit samentragenden Früchten: die sollen euch zur Nahrung dienen! Aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf der Erde kriecht, was Lebensodem in sich hat, weise ich alles grüne Kraut der Pflanzen zur Nahrung an.« [...][...] Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und siehe: es war sehr gut. Und es wurde Abend und wurde Morgen: der sechste Tag.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Mose1%2C26-31

Gott (JHWH) erschuf also den Menschen am sechsten Tag und der Mensch war sehr gut (Genesis 1,31). Dieser Mensch erhielt den Namen "Adam" (1.Chronik 1,1). Neben der Erschaffung von Adam legte Gott (JHWH) fest, welche Nahrung der Mensch und die Tiere verzehren sollten. Dem Menschen und den Tieren wurde pflanzliche Nahrung zugewiesen (Genesis 1,29-30). War der Mensch somit im ursprünglichen Zustand sehr gut (Genesis 1,31) und ein veganer (Genesis 1,29)? Waren auch die Tiere im ursprünglichen Zustand sehr gut und veganer (Genesis 1,30)? Verzehrte der Mensch im ursprünglichen Zustand kein Fleisch? Verzehrten auch die Tiere im ursprünglichen Zustand kein Fleisch? Lebte somit der Mensch friedlich mit den Tieren zusammen?

Warum endete der Frieden? Was war der Auslöser, durch den alles Fleisch verdorben wurde?

Tötete der Mensch im ursprünglichen Zustand keine Tiere oder anderen Menschen und töteten die Tiere keine anderen Tiere oder Menschen? War im Ursprung alles "sehr gut", weil alles in der ursprünglichen Ordnung von Gott (JHWH) war? Wenn dem so sein sollte: „Wodurch wurde dieser friedliche Zustand zerstört und wodurch wurde die ursprüngliche Ordnung durcheinander gebracht?“ Der Anfang vom Ende des friedlichen Zustands und der ursprünglichen Ordnung wird im zweiten Kapitel der Genesis beschrieben:

Genesis 2,15-22 (MENG)

Als nun Gott der HERR den Menschen genommen und ihn in den Garten Eden versetzt hatte, damit er ihn bestelle und behüte, gab Gott der HERR dem Menschen die Weisung: »Von allen Bäumen des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen – von dem darfst du nicht essen; denn sobald du von diesem ißt, mußt du des Todes sterben.« Hierauf sagte Gott der HERR: »Es ist nicht gut für den Menschen, daß er allein ist: ich will ihm eine Hilfe schaffen, die zu ihm paßt.« [...][...] Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so daß er einschlief; dann nahm er eine von seinen Rippen heraus und verschloß deren Stelle wieder mit Fleisch; die Rippe aber, die Gott aus dem Menschen genommen hatte, gestaltete er zu einem Weibe und führte dieses dem Menschen zu. [...]

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Mose2%2C15-22

Gott (JHWH) teilte dem Menschen also mit, dass er nicht vom Baum der Erkenntnis essen dürfe und das er des Todes sterbe, wenn er von diesem Baum esse (Genesis 2,17). Auch erschuf Gott (JHWH) ein Weib, welches er Adam zuführte (Genesis 2,22). Dieses Weib erhielt den Namen Eva (Genesis 3,20).

Doch wie verhielt sich der Mensch, nachdem er mit seinem Weib war? Hielt sich der Mensch an die Weisung Gottes oder wich der Mensch von der Weisung ab? Das dritte Kapitel der Genesis schildert die weiteren Ereignisse, aus dem nun ausgewählte Verse folgen:

Genesis 3 (MENG)

Nun war die Schlange listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR geschaffen hatte; die sagte zum Weibe: »Sollte Gott wirklich gesagt haben: ›Ihr dürft von allen Bäumen des Gartens nicht essen!‹« Da antwortete das Weib der Schlange: »Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen; nur von den Früchten des Baumes, der mitten im Garten steht, hat Gott gesagt: ›Ihr dürft von ihnen nicht essen, ja sie nicht einmal anrühren, sonst müßt ihr sterben!‹« Da erwiderte die Schlange dem Weibe: »Ihr werdet sicherlich nicht sterben; sondern Gott weiß wohl, daß, sobald ihr davon eßt, euch die Augen aufgehen werden und ihr wie Gott selbst sein werdet, indem ihr erkennt, was gut und was böse ist.« Da nun das Weib sah, daß von dem Baume gut zu essen sei und daß er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum sei, weil man durch ihn klug werden könne, so nahm sie eine von seinen Früchten und aß und gab auch ihrem Manne, der bei ihr war, und der aß auch. Da gingen ihnen beiden die Augen auf, und sie nahmen wahr, daß sie nackt waren [...][...]. Als sie dann aber die Stimme Gottes des HERRN hörten [...][...] versteckten sie sich [...][...]. Aber Gott der HERR rief nach dem Mann mit den Worten: [...][...] »Du hast doch nicht etwa von dem Baume gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?« Da antwortete Adam: »Das Weib, das du mir beigesellt hast, die hat mir von dem Baume gegeben, da habe ich gegessen.« Da sagte Gott der HERR zu dem Weibe: »Warum hast du das getan?« Das Weib antwortete: »Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen.« Da sagte Gott der HERR zu der Schlange: »Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein vor allen Tieren, zahmen und wilden! Auf dem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang! Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen: er wird dir nach dem Kopfe treten, und du wirst ihm nach der Ferse schnappen.« Zum Weibe aber sagte er: Viele Mühsal will ich dir bereiten, wenn du Mutter wirst [...][...]. Zu dem Manne aber sagte er: Weil du der Aufforderung deines Weibes nachgekommen bist und von dem Baume gegessen hast, von dem zu essen ich dir ausdrücklich verboten hatte, so soll der Ackerboden verflucht sein um deinetwillen: mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang! Dornen und Gestrüpp soll er dir wachsen lassen, und du sollst dich vom Gewächs des Feldes nähren! Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, von dem du genommen bist; denn Staub bist du, und zu Staub mußt du wieder werden! [...][...] Darauf machte Gott der HERR dem Manne und seinem Weibe Röcke von Fellen und bekleidete sie (damit). Und Gott der HERR sagte: »Der Mensch ist jetzt ja geworden wie unsereiner, insofern er gut und böse zu unterscheiden weiß. Nun aber – daß er nur nicht seine Hand ausstreckt und auch (Früchte) vom Baume des Lebens nimmt und (sie) ißt und unsterblich wird!« So stieß ihn denn Gott der HERR aus dem Garten Eden hinaus, damit er den Erdboden bestelle, von dem er genommen war; [...]

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Mose3

Der Mensch aß also von dem Baum der Erkenntnis, von dem es ihm verboten war zu essen (Genesis 3,6), und der Mensch übertrat dadurch die Weisung von Gott (JHWH) (1.Timotheus 2,14). Daraufhin veränderte sich die Wahrnehmung des Menschen und der Mensch erkannte, dass er nackt war (Genesis 3,7). Es veränderte sich also der Zustand des Menschen und er musste den Garten Eden verlassen (Genesis 3,23). Konnte der Mensch wegen der eingetretenen Zustandsveränderung nicht mehr im Garten Eden bleiben? Sollte diese Zustandsveränderung dem Menschen ungeahnte Mühen und Qualen bereiten (Genesis 3,16-19)? Erwarten den Menschen ungeahnte Mühen und Qualen, wenn er die Weisung Gottes nicht beachtet? Wenn der Mensch die Weisung Gottes zurückweist und nicht auf Gott (JHWH) hört, wird dann der Mensch in das Unheil fallen?

Wollte Gott (JHWH) den Menschen vor einer unguten Zustandsveränderung schützen, die den Menschen in das Unheil stürzt, indem Gott (JHWH) dem Menschen verbot vom Baum der Erkenntnis zu essen? Wurde das Wesen des Mensch, wegen einer unguten Zustandsveränderung, verdorben, wodurch der Mensch im Unheil ist?

Wer war der erste Mörder? Wurde die erste Stadt von einem Mörder gebaut?

Doch was waren die weiteren Auswirkungen des eingetretenen Unheils? Schließlich lastete nun ein Fluch auf der Schlange (Genesis 3,14) und dem Ackerboden (Genesis 3,17). Wurde ein Fluch über die Schlange und den Ackerboden ausgesprochen oder wurde ein Fluch festgestellt, der wegen den Ereignissen auf der Schlange und dem Ackerboden lastet?“ Welche Auswirkungen entstanden durch die verfluchte Schlange, den verfluchte Ackerboden und den veränderten Menschen? Die weiteren Auswirkungen zeigt das vierte Kapitel der Genesis auf, in dem beschrieben wird; wie es Adam und Eva erging, nachdem sie den Garten Eden verlassen mussten:

Genesis 4,9-11 (MENG)

Eva gebar dann dem Adam, ihrem Gatten, einen Sohn Kain. Da sagte sie: »Einen Mann habe ich ins Dasein gerufen (eig. erworben, gewonnen) mit Hilfe des HERRN!« Hierauf gebar sie nochmals, nämlich seinen Bruder Abel; und Abel wurde ein Hirt von Kleinvieh, Kain aber ein Ackerbauer. Nun begab es sich nach Verlauf geraumer Zeit, daß Kain dem HERRN eine Opfergabe von den Früchten des Ackers darbrachte; und auch Abel opferte von den Erstgeburten seiner Herde, und zwar von ihren Fettstücken. Da schaute der HERR (mit Wohlgefallen) auf Abel und seine Opfergabe; aber Kain und seine Gabe sah er nicht an. Darüber geriet Kain in heftige Erregung, so daß sein Angesicht sich finster senkte. Da sagte der HERR zu Kain: »Warum bist du erregt geworden, und warum hat dein Angesicht sich finster gesenkt? Wird nicht, wenn du recht handelst, dein Opfer angenommen? Lagert nicht, wenn du böse handelst, die Sünde vor der Tür (als ein Feind, dessen) Verlangen auf dich gerichtet ist, den du aber bezwingen sollst?« Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: (»Laß uns aufs Feld gehen!«) Und als sie auf dem Felde waren, fiel Kain über seinen Bruder Abel her und schlug ihn tot. Da sagte der HERR zu Kain: »Wo ist dein Bruder Abel?« Er antwortete: »Ich weiß es nicht; bin ich etwa meines Bruders Hüter?« Gott aber sagte: »Was hast du getan? Ich höre das Blut deines Bruders zu mir aus dem Erdboden schreien! Und nun – verflucht sollst du sein, (hinweggetrieben) vom Ackerboden, der seinen Mund aufgetan hat, um das von deiner Hand vergossene Blut deines Bruders in sich aufzunehmen!

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB.SLT/1.Mose4%2C1-11

Eva gebar also Kain und Abel (Genesis 4,1-2). Kain erschlug seinen Bruder Abel, wodurch Kain zum ersten Mörder wurde, den die Bibel erwähnt (Genesis 4,8). Für diese Tat lastete ein Fluch auf Kain (Genesis 4,11). Wurde Kain verflucht oder wurde die Feststellung getätigt, dass aufgrund der Tat eine Verfluchung auf Kain lastet?

Doch warum erschlug Kain seinen Bruder Abel? Diese Frage beantwortet das dritte Kapitel vom ersten Johannesbrief:

1.Johannes 3,12 (ELB)

Nicht wie Kain ⟨sollen wir sein, der⟩ aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete. Und weshalb ermordete er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Johannes3%2C12

Kain war also aus dem Bösen. Weil Kain aus dem Bösen war und seine Werke deswegen böse waren, tötete er Abel. Dagegen waren Abels Werke gerecht. Doch was machte Kain, nachdem er sein böses Werk verrichtete, indem er seinen Bruder Abel erschlug, und ein Fluch auf ihm lastete? Die Antwort findet sich im vierten Kapitel der Genesis:

Genesis 4,16-17 (MENG)

So ging denn Kain vom Angesicht des HERRN hinweg und ließ sich im Lande Nod östlich von Eden nieder. Dem Kain gebar hierauf sein Weib einen Sohn, Henoch; und als Kain dann eine Stadt erbaute, benannte er sie nach seines Sohnes Namen Henoch.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB.SLT/1.Mose4%2C16-17

Kain baute also eine Stadt. Damit ist der verfluchte Kain der erste Mörder und der erste Baumeister einer menschengemachten Stadt, den die Bibel nennt! Ist es aufgrund dieses Berichtes denkbar, dass Gott (JHWH) in den Anfängen keine Mörder und auch keine Baumeister von menschengemachten Städten wollte? Denn mir (dem Verfasser) ist es derzeitig nicht bekannt, dass Gott (JHWH) den Menschen in den Anfängen die Weisung gab zu morden und Städte zu bauen. Daraus schließe ich (der Verfasser), dass es sich bei Mord und dem menschengemachten Städtebau um ein verdorbenes Menschenwerk handelt. Jedoch muss ich (der Verfasser) zugeben, dass es sich bei diesem Gedanken um einen unausgegorenen Nebengedanken handelt, der möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass ich eine große Abneigung gegen Städte habe – weswegen ich am Rand der Stadt Berlin wohne und Berlin nur ungern betrete – da ich diese Stadt als einen einzigen Sündenpfuhl wahrnehme, der Menschen unentwegt in das Unheil reißt.

Daher frage ich mich; ob es für den Menschen besser ist, wenn er auf dem Land lebt? Denn möglicherweise könnte es sich bei einer menschengemachten Stadt um einen verdorbenen Sündenpfuhl handeln. Und vielleicht dürfte es auch nicht verwunderlich sein, dass menschengemachte Städte mit einem Sündenpfuhl verglichen werden können, wenn bedacht wird; dass der erste Baumeister einer menschengemachten Stadt ein verfluchter Mörder war. Und Kain war dieser erste verfluchte Mörder, weil er seinen Bruder Abel tötete (Genesis 4,8). Denn dieser Kain war aus dem Bösen (1.Johannes 3,12).

Wie verbreitete sich das Böse? Wann begannen Menschen und Tiere zu morden?

Doch was passierte, nachdem Abel gestorben war? Das vierte Kapitel der Genesis liefert erneut eine Antwort:

Genesis 4,25 (MENG)

Dem Adam aber gebar sein Weib (Eva) nochmals einen Sohn, dem sie den Namen Seth gab; »denn«, sagte sie, »Gott hat mir einen andern Sproß verliehen an Stelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat«.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB.SLT/1.Mose4%2C25

Eva wurde also erneut schwanger und sie gebar den Seth (Set). Seth (Set) wurde Adam und Eva anstelle Abels verliehen. Doch neben Seth (Set) zeugten Adam und Eva noch weitere Kinder, wie es im fünften Kapitel der Genesis geschrieben steht:

Genesis 5,3-4 (LUT)

Und Adam war 130 Jahre alt und zeugte einen Sohn, ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Set; und lebte danach 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, [...]

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB.SLT/1.Mose5%2C3-4

Die Menschen begannen sich also zu mehren. Doch nicht nur Adam und Eva zeugten weitere Nachfahren. Denn auch die Nachfahren von dem verfluchten Kain wurden immer zahlreicher (Genesis 4,17-22). Genauso gewannen die Nachfahren von Seth (Set) an Zahl (Genesis 5,6-29). Dadurch wurden es immer mehr Menschen auf Erden. Doch wie ging es mit den Menschen weiter und was wurde aus den Nachfahren von Kain und Seth (Set)? Die weiteren Geschehnisse beschreibt das sechste Kapitel der Genesis auf die folgende Weise:

Genesis 6,1-4 (LUT)

Als nun die Menschen sich auf der Oberfläche des Erdbodens zu vermehren begannen und ihnen auch Töchter geboren wurden und die Gottessöhne die Schönheit der Menschentöchter sahen, nahmen sie sich von ihnen diejenigen zu Frauen, die ihnen besonders gefielen. [...][...] Zu jener Zeit waren die Riesen auf der Erde und auch später noch, solange die Gottessöhne mit den Menschentöchtern verkehrten und diese ihnen (Kinder) gebaren. Das sind die Helden, die in der Urzeit lebten, die hochberühmten Männer.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB.SLT/1.Mose6%2C1-4

Während sich die Menschen vermehrten, zeugten also die Gottessöhne mit den Menschentöchtern Kinder. Doch wer sind nun diese Gottessöhne, die im sechsten Kapitel der Genesis genannt werden? Das Online-Lexikon Wikipedia liefert die folgende Antwort:

Duden

Set (Bibel)

[…] Von Set bis zur Sintflut listet der biblische Bericht neun Generationen auf: Enosch, Kenan, Mahalalel, Jered, Henoch, Methusalem, Lamech und Noach. In Gen 4,26 wird darauf hingewiesen, dass man zu Lebzeiten des Set damit begann, den Namen Gottes, JHWH, anzurufen. Henoch wurde laut Gen 5,24 noch zu Lebzeiten in den Himmel entrückt, und Methusalem erreichte das höchste bekannte Lebensalter einer in der Bibel genannten Person. Daher standen die Nachkommen des Set in der jüdischen und christlichen Tradition generell im Ruf, besonders fromm und gottesfürchtig gewesen zu sein. Allerdings soll laut Gen 6,1–8 die Verbindung der „Gottessöhne“ mit den „Menschentöchtern“ der Anlass für den Zorn Gottes, die Sintflut und die Reduktion des maximalen menschlichen Lebensalters auf 120 Jahre gewesen sein. Hierbei werden die Gottessöhne entweder mit den gefallenen Engeln identifiziert (vgl. z. B. Ijob 1,6; Dan 3,92) oder mit den frommen Nachkommen Sets, die von den lasterhaften weiblichen Nachkommen des Kain verführt wurden. Aus diesen sündhaften Verbindungen gingen die Nephilim, die Riesen und „Helden der Vorzeit“, hervor. […]

[Stand: 6 Apr. 2024 17:14:27 UTC]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Set_(Bibel)

Sicherung der Quelle: https://archive.ph/jM58r

Laut Wikipedia sind die Gottessöhne also Engel oder die Nachfahren des Seth (Set). Das sind zwei Interpretationen, die ziemlich weit auseinander gehen. Gibt es noch eine weitere Quelle die darüber Aufschluss gibt, wer die Gottessöhne im sechsten Kapitel der Genesis sein könnten? Scheinbar ja. Denn die deutsche Bibelgesellschaft liefert die folgenden Informationen, zu den Gottessöhnen im sechsten Kapitel der Genesis:

Deutsche Bibelgesellschaft

Göttersöhne

[…] Im Frühjudentum, seit etwa dem 3. Jh. v. Chr., gilt der Terminus „Göttersöhne“ v.a. als Synonym für „Engel“ und wird oft durch diesen Begriff ersetzt, weil er unter den Vorzeichen des jüdischen Monotheismus anstößig wirkt. […][…] Während der Terminus „Göttersöhne“ allmählich obsolet wird, wird der Begriff „Gottessöhne“ nun für (menschliche) Gerechte verwendet, die Gottes Weisung beachten (Weish 2,18; Weish 5,5). Auch das spätere rabbinische Judentum deutet die alttestamentlichen „Göttersöhne“ als Engel (so z.B. die Rezeption von Gen 6,2 in Pirke Rabbi Eliezer 22) und wendet den Begriff „(Gottes-)Söhne“ auf Menschen an, die Gottes Willen tun (vgl. Mischna-Traktat Quidduschin 1,61c,36). Auch die „Göttersöhne“ des anstößigen Textes Gen 6,1-4 werden von Rabbinen als Menschen gedeutet: So bezeichnet Rabbi Simon ben Jochai (Bereschit Rabba 26,5) sie als „Söhne der Richter“, also als Richter. Damit erklärt er sie, da Rechtsprechung als göttliche Kompetenz galt, zu besonderen Menschen, aber eben nur zu Menschen und lehnt damit ihre Deutung als Engel ab. […]

[Stand: 6 Apr. 2024 17:25:28 UTC]

Quelle: https://www.bibelwissenschaft.de/ressourcen/wibilex/altes-testament/goettersoehne

Sicherung der Quelle: https://archive.ph/zxJDn

Die Quellenlage scheint also darauf hinzuweisen, dass es sich bei den Gottessöhnen, die im sechsten Kapitel der Genesis genannt werden, um Menschen handeln könnte. Somit könnte es im Bereich des Möglichen liegen, dass es sich bei diesen Gottessöhnen um die Nachfahren des Seth (Set) handelt (Genesis 6,2). Ist es daher denkbar, dass sich die Nachfahren des Seth (Set) mit den Töchtern des verfluchten Kain einließen? Zeugten somit Seths (Sets) Nachfahren mit den Nachfahren des verfluchten Kains gemeinsame Kinder? Vermischten sich die Nachfahren des Seth (Set) mit den Nachfahren des verfluchten Kain, der aus dem Bösen war (1.Johannes 3,12)? Drang somit das Böse in das Geschlecht der Gottessöhne ein, weil die Kinder des Seth (Set) mit den Kindern des Kain gemeinsame Nachfahren zeugten? Wurden somit auch die Nachfahren des Seth (Set) verdorben, indem sie sich mit dem Bösen einließen?

Doch unabhängig davon, ob mit den Gottessöhnen, im sechsten Kapitel der Genesis, die Nachfahren des Seth (Set) oder die Engel gemeint sind: Es ging das Böse umher, wodurch alles Fleisch verdorben wurde.

Es war also die Schlange (Genesis 3,14), der Ackerboden (Genesis 3,17) und der Kain (Genesis 4,11) verflucht. Gleichzeitig war der verfluchte Kain aus dem Bösen (1.Johannes 3,12). Kain und Seth (Set) zeugten Nachfahren und möglicherweise war die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die Nachfahren vom verfluchten Kain und vom frommen Seth (Set) gemeinsame Kinder zeugten. Wurden die frommen Nachfahren des Seth (Set) verdorben, indem sie sich mit den Nachfahren des verfluchten Kain einließen, der aus dem Bösen war (1.Johannes 3,12)? Wurden die Kinder, die aus diesen Eheverhältnissen hervorgingen, ähnlich böse, wie Kain? Wurden somit alle Menschen verdorben und immer böser? Breitete sich dadurch das Böse immer weiter aus, wodurch die Erde verdorben wurde? Eine Antwort auf diese Fragen liefert das sechste Kapitel der Genesis:

Genesis 6,5-12 (EU)

Der HERR sah, dass auf der Erde die Bosheit des Menschen zunahm und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur böse war. Da reute es den HERRN, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh. [...][...] Die Erde aber war vor Gott verdorben, die Erde war voller Gewalttat. Gott sah sich die Erde an und siehe, sie war verdorben; denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben. [...]

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB.EU/1.Mose6%2C5-13

Die Bosheit der Menschen wurde also dermaßen groß, dass das gesamte Sinnen und Trachten des menschlichen Herzens nur noch bösartig war. Die Verderbnis nahm in solchem Maße zu, dass die gesamte Erde voll von Gewalttaten war (Genesis 6,11). Denn alles Fleisch wurde verdorben (Genesis 6,12). Und wenn alles Fleisch verdorben wurde, dann dürfte das vermutlich bedeuten; dass alle Menschen und alle Tiere verdorben wurden. Und wenn die Erde voll von Gewalttaten wurde, dann dürfte das vermutlich bedeuten; dass Menschen und Tiere zu morden begannen – genauso wie der verfluchte Kain mordete (Genesis 4,8).

Entfaltete sich die Verderbnis in einer überaus mörderischen Weise? Begannen die Menschen andere Menschen zu töten? Begannen die Tiere andere Tiere zu töten? Begannen die Menschen die Tiere zu töten und begannen die Tiere die Menschen zu töten? So hat sich Gott (JHWH) sicherlich nicht das Zusammenleben von Mensch und Tier vorgestellt, wie es der Anfangsbericht der Genesis aufzeigt (Genesis 1,26-31). War der Auslöser, dieser Verderbnis und der irdischen Gewalttaten, das Essen der verbotenen Frucht (Genesis 3,6)? Vermutlich wollte Gott solche Gewalttaten nicht, weswegen er vorausschauend Verbot von dem Baum der Erkenntnis zu essen, von dem die verbotene Frucht stammt (Genesis 2,17).

Ging also die Warnung in Erfüllung, die Gott (JHWH) im zweiten Kapitel der Genesis äußerte?

Genesis 2,17 (MENG)

[...] aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen – von dem darfst du nicht essen; denn sobald du von diesem ißt, mußt du des Todes sterben.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Mose2%2C17

Wurde die Erde voll von Gewalttaten, weil der Mensch vom Baum der Erkenntnis aß (Genesis 6,5-12)? Trugen die zunehmenden Gewalttaten dazu bei, dass der Mensch des Todes sterben musste? Auch hat der Mensch die direkte Gegenwart Gottes verlassen, weil er aus dem Garten Eden verstoßen wurde – was ebenfalls einem Todesurteil gleich kommt (Lukas 16,19-23 / 2.Thessalonicher 1,5-9), wie es auch im vierundsechzigsten Kapitel von dem Buch Jesaja verdeutlicht wird:

Jesaja 64,5-6 (MENG)

So sind wir denn allesamt einem Unreinen gleich geworden und alle unsere Gerechtigkeitserweise sind wie ein besudeltes Gewand; wir sind allesamt verwelkt wie Laub, und unsere Sünden haben uns mit sich fortgerissen wie der Wind; und niemand ist da, der deinen Namen noch anruft, niemand, der sich aufrafft, um an dir festzuhalten; denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und läßt uns unter dem Druck unserer Sünden vergehen.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/Jesaja64%2C5-6

Vergeht also der Mensch, wenn er nicht auf Gott (JHWH) hört? Wenn der Mensch nicht auf Gott (JHWH) hört, wird der Mensch dann an der Konsequenz vergehen, die durch die getätigten Sündenhandlungen eintritt? Sorgen die Sündenhandlungen des Menschen dafür, dass der Mensch von Gott (JHWH) getrennt wird? Könnte die Trennung von Gott (JHWH) die Konsequenz der Sündenhandlungen sein? Das der Mensch durch seine Sünden von Gott (JHWH) getrennt wird, darauf deutet zum Beispiel das neunundfünfzigste Kapitel von dem Buch Jesaja hin:

Jesaja 59,1-3 (MENG)

Wisset wohl: der Arm des HERRN ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen könnte, und sein Ohr ist nicht so taub, daß er nicht hörte; nein, eure Verschuldungen bilden eine Scheidewand zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, so daß er nicht hört; denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Verschuldung; eure Lippen reden Lüge, und eure Zunge läßt Unwahrheit verlauten.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/Jesaja59%2C1-3

Doch was könnten Sünden sein, die von Gott (JHWH) trennen? Vermutlich dürften Selbstsucht, Geldgier, Verrat, Prahlerei, Hochmut, Schmähsucht, Ungehorsamkeit, Undankbarkeit, Gottlosigkeit, Lieblosigkeit, Treulosigkeit, Unmäßigkeit, Zügellosigkeit, Leichtsinnigkeit oder Genusssüchtigkeit als Sünden einzustufen sein (2.Timotheus 3,2-4). Doch es dürfte auch eine Sünde sein zu heucheln (Matthäus 23,13-33) oder untätig dem Unrecht zuzusehen (Levitikus 20,4-5). Genauso dürfte es sich bei Bitterkeit, Trugrede, Mord und Zerstörung um Sünden handeln (Römer 3,12-17), die von Gott (JHWH) trennen.

Vergeht also der Mensch wegen solchen Sünden, weil solche Sünden von Gott (JHWH) trennen? Kommt es einem Todesurteil gleich, wegen solchen Sünden von Gott (JHWH) getrennt zu sein? Neigten immer mehr Menschen zu solchen Sünden, nachdem sie sich mit den verfluchten Nachfahren des Kain vermischten (Genesis 6,1-4)? Nahm die Bosheit der Menschen zu (Genesis 6,5), weil sich die Menschen mit dem Bösen (1.Johannes 3,12) vermischten, wodurch sie immer sündiger wurden. Nahmen die Gewalttaten auf der Erde zu (Genesis 6,11), weil die Menschen immer bösartiger wurden?

Geriet der Mensch in diese Situation, weil er nicht auf Gott (JHWH) hörte, wodurch der Mensch der Sünde verfiel? Konnte der Mensch in diesem sündigen Zustand nicht mehr in der direkten Gegenwart Gottes bleiben (Genesis 3,23), weil die Sünde von Gott (JHWH) trennt (Jesaja 59,2)? Fand sich der Mensch, wegen der Trennung von Gott (JHWH), in einer überaus tödlichen Situation wieder? War diese Situation dermaßen tödlich, weil die Menschen und Tiere immer gewalttätiger wurden und zu morden begannen (Genesis 6,11)? Nahm Gewalt, Mord, Boshaftigkeit, Feindschaft und Lieblosigkeit zu? Wurde die Erde zu einem einzigen Schlachthaus?

Doch wie gedachte Gott (JHWH) mit dieser Situation umzugehen? Erneut liefert das sechste Kapitel der Genesis die Antwort:

Genesis 6,5-17 (MENG)

Als nun der HERR sah, daß die Bosheit der Menschen groß war auf der Erde und alles Sinnen und Trachten ihres Herzens immerfort nur böse war, da gereute es ihn, die Menschen auf der Erde geschaffen zu haben, und er wurde in seinem Herzen tief betrübt. Darum sagte der HERR: »Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vom ganzen Erdboden weg vertilgen, die Menschen wie das Vieh, das Gewürm wie die Vögel des Himmels; denn ich bereue es, sie geschaffen zu haben.« Noah aber hatte Gnade beim HERRN gefunden. [...][...] Die Erde wurde aber immer verderbter vor Gott und war voll von Gewalttaten. Als nun Gott die Erde ansah und die völlige Verderbtheit wahrnahm – denn alles Fleisch hatte sich in ihrem ganzen Tun auf Erden zum Bösen gewandt –, da sagte Gott zu Noah: »Das Ende aller lebenden Geschöpfe ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch ihre Schuld voll von Gewalttaten; darum will ich sie mitsamt der Erde verderben [...][...] Denn wisse wohl: ich will die große Flut über die Erde kommen lassen, um alle Geschöpfe, die Lebensodem in sich haben, unter dem ganzen Himmel zu vertilgen: alles, was auf der Erde lebt, soll umkommen!

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Mose6%2C5-17

Gott (JHWH) plante also eine große Flut kommen zu lassen, um das verdorbene Fleisch umkommen zu lassen (Genesis 6,17). Doch Noah, der ein Nachfahre des Seth (Set) war, hatte Gnade bei Gott gefunden (Genesis 6,8). Denn Gott (JHWH) wollte, dass Noah die Flut überlebt. Deswegen sprach Gott zu Noah, wie es im sechsten Kapitel der Genesis zu lesen ist:

Genesis 6,13-22 (MENG)

[...] da sagte Gott zu Noah: [...][...] Baue dir eine Arche aus Tannenholz; mit lauter Zellen sollst du die Arche versehen und sie von innen und von außen mit Erdharz verpichen. [...][...] Mit dir aber will ich einen Bund schließen: du sollst in die Arche gehen, du und mit dir deine Söhne und dein Weib und die Weiber deiner Söhne. Und von allen lebenden Wesen, von allen Tieren, sollst du je ein Paar in die Arche mit hineinnehmen, um sie mit dir am Leben zu erhalten: je ein Männliches und ein Weibliches sollen es sein. [...][...] Und Noah tat es; er machte alles genau so, wie Gott es ihm geboten hatte.

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Mose6%2C13-22

Als die Flut kam, um das verdorbene Fleisch hinwegzuraffen, überlebte Noah mit seinem Weib, seinen Söhnen und den Weibern seiner Söhne, indem sie in die Arche gingen (Genesis 6,18). Ebenfalls überlebten alle Tiere, die Noah in die Arche brachte (Genesis 6,19). Nachdem das verdorbene Fleisch, welches sich dem Bösen zuwandte, in den Wassermassen umkam, legte sich die Flut. Noah, seine Familie und die Tiere verließen die Arche lebendig (Genesis 8,15-19). Mit den Überlebenden schloss Gott einen Bund, wie es im neunten Kapitel der Genesis zu lesen ist:

Genesis 9,11 (MENG)

Ich schließe also meinen Bund mit euch dahin, daß hinfort niemals wieder alle lebenden Geschöpfe durch das Wasser einer Sintflut vertilgt werden sollen und daß niemals wieder eine Sintflut eintreten soll, um die Erde zu verheeren!

Quelle: https://www.bibleserver.com/LUT.MENG.HFA.ELB/1.Mose9%2C11

Gott kündigte also an, dass niemals wieder alle lebenden Geschöpfe im Wasser einer Sintflut umkommen sollen.

An dieser Stelle mag sich der Eine oder Andere fragen: „Wie glaubhaft ist überhaupt der biblische Bericht über die Sintflut? Hat es wirklich eine Sintflut gegeben?“ Auch andere Menschen stellten bereits ähnliche Fragen. Solche Fragen veranlassten zahlreiche Forscher nach Beweisen zu suchen, mit denen die Echtheit der Sintflut oder der Arche bestätigt werden können. Die Ergebnisse solcher Forschungen fasste der Autor Werner Keller in einem Buch zusammen. Über dieses Buch veröffentlichte der Spiegel einen Artikel, der am 27.12.1955 erschien:

Spiegel am 27.12.1955

Die Sintflut fand statt

Auf dem Stand, den der Düsseldorfer Econ-Verlag in der Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober eingerichtet hatte, lagen sechs Exemplare des Buches von Werner Keller »Und die Bibel hat doch recht"*). [...][...] In vier Jahren sammelte und sortierte Keller das umfangreiche Material aus Archäologie, Volkskunde und Sprachwissenschaft und ordnete es übersichtlich nach der Chronologie der Bibel, [...][...] Auf festerem Grund steht Keller, sobald er erläutert, welche der biblischen Geschichten mit wissenschaftlichem Material belegt werden können. Daß - zum Beispiel - eine ungewöhnlich ausgedehnte Überschwemmung ("die Sintflut") um 4000 vor Christus stattgefunden hat, ist durch eine von Archäologen entdeckte Schicht aus Lehm und Schwemmsand nachweisbar. [...]

[Stand: 13 Apr. 2024 16:44:42 UTC]

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/die-sintflut-fand-statt-a-7b58fc25-0002-0001-0000-000041960835

Sicherung der Quelle: https://archive.ph/x9rDW

Archäologen konnten also eine Überschwemmung nachweisen, mit der eine biblisch beschriebene Sintflut bestätigt werden könnte. Bis in das Jahr 2000 wurden sogar weitere Beweise zusammengetragen, mit denen die Echtheit der biblischen Flutkatastrophe bekräftigt werden kann. Über einen dieser Beweise berichtete der Tagesspiegel am 13.09.2000:

Tagesspiegel am 13.09.2000

Sensationsfund: Der Schauplatz der biblischen Sintflut

[...] Die von der US-Wissenschaftsgesellschaft "National Geographic" organisierte Expedition gab am Mittwoch die Entdeckung von Überresten einer menschlichen Siedlung im Schwarzen Meer bekannt - das bisher überzeugendste Beweisstück für die These, dass die Überflutung der heutigen Schwarzmeerregion durch das Mittelmeer die historische Vorlage für die biblische Sintflut war. [...][...] Dass sich die Sintflut irgendwo in dieser Region abgespielt haben muss, war schon immer klar: Der Berg Ararat, auf dem die Arche nach der Flut landete, liegt im äußersten Osten der Türkei. [...][...] Die bisher konkreteste wissenschaftliche These entwickelten die amerikanischen Geologen William Ryan und Walter Pitman von der Columbia University. In ihrem 1997 erschienenen Buch "Noahs Flut" wiesen die beiden Wissenschaftler anhand von seismischen Profilen und Sedimenten die Existenz einer gefluteten Landschaft am Grunde des Schwarzen Meeres vor der türkischen Küste nach. Ihrer These zufolge lebten bis vor etwa 7500 Jahren Menschen dort - bis die große Flut über sie hereinbrach. [...][...] Um das Jahr 5500 vor Christus war es so weit: Das Mittelmeer brach sich mit riesiger Gewalt eine Bahn durch den Landstreifen und ergoss sich tosend und donnernd in das tiefer gelegene Land um den Süßwassersee, an dessen Ufer die jetzt gefundene Siedlung lag. Ein Wasserfall von einer mehrfachen Höhe und einem vielfachen Volumen der Niagara-Fälle stürzte über die Gegend herein und fegte alles davon. Die Bahn, die sich das Meer damals brach, kennen wir heute als die Bosporus-Meerenge, die überfluteten Landschaften als das Schwarze Meer. [...]

[Stand: 13 Apr. 2024 16:44:44 UTC]

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/sensationsfund-der-schauplatz-der-biblischen-sintflut-711835.html

Sicherung der Quelle: https://archive.ph/KX6QC

Es wurde also eine Siedlung im schwarzen Meer entdeckt, die im Verdacht steht, von den Wassern der Sintflut überschwemmt worden zu sein. Es scheinen also zahlreiche Hinweise entdeckt worden zu sein, mit denen die Echtheit der biblischen Sintflut bestätigt werden könnte.

Wenn die Sintflut nachweisbare Spuren hinterließ, dann müssten doch auch Überreste von der Arche zu finden sein? Und nach solchen Überresten suchten bereits zahlreiche Forschende, wie es National Geographic am 28.11.2022 berichtete:

National Geographic am 28.11.2022

Warum niemand die Arche Noah finden wird

Seit über einem Jahrhundert suchen Menschen nach dem Schiff aus dem Alten Testament, das die Sintflut überstand. [...][...] Einige, die den Bibeltext als Bericht tatsächlicher historischer Ereignisse verstehen, hat er dazu inspiriert, sich auf die Suche nach archäologischen Spuren des Holzschiffs zu machen. Sie vermuten sie auf dem armenischen Berg Ararat, [...][...] Zu ihnen gehört auch der britische Anwalt und Politiker James Bryce, der im Jahr 1876 den Berg bestieg. Er fand dort ein Stück Holz, das „alle Voraussetzungen für diesen Fall“ erfüllte und von dem er sich sicher war, dass es von der Arche stammte. Seitdem gibt es regelmäßig Berichte über Arche-Funde: [...][...] „Wir erwarten nicht, dass nach 4.350 Jahren noch Überreste der Arche existieren oder gefunden werden“, sagt Andrew A. Snelling, [...][...] Spätestens bei der Frage, warum bisherige Suchen erfolglos waren, gehen die Ansichten unüberbrückbar weit auseinander. „Als Noah und seine Familie die Arche verlassen konnten, gab es keine ausgewachsenen Bäume, aus deren Holz sie sich Unterkünfte hätten bauen können“, erklärt Snelling. „Darum nutzen sie das Holz der Arche, die sie ja jetzt nicht mehr brauchten, als Baumaterial.“ [...]

[Stand: 13 Apr. 2024 16:44:44 UTC]

Quelle: https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2022/11/warum-niemand-die-arche-noah-finden-wird-bibel-archaeologie

Sicherung der Quelle: https://archive.ph/bD6gF

Scheinbar dürfte es überaus schwierig sein, glaubhafte Überreste der Arche zu finden. Denn es könnte die Möglichkeit bestehen, dass die Überlebenden der Sintflut die Arche als Rohstoffquelle nutzten, um sich Unterkünfte zu bauen. Diese Erklärung scheint sinnig zu sein, wenn bedacht wird; dass die Erde vollständig geflutet wurde, wodurch brauchbare Baumaterialien überaus rar gewesen sein dürften.

Auch wenn glaubwürdige Überreste der Arche noch nicht gefunden wurden, scheint die Echtheit der biblischen Sintflut gegeben zu sein. Somit kann auch der biblische Sintflutbericht als glaubwürdig eingestuft werden. Daher werden die bisherigen Ereignisse, die zur Sintflut führten, auf die folgende Weise zusammengefasst:

Zusammenfassung

1.) Der Mensch lebte in der direkten Gegenwart Gottes im Garten Eden (Genesis 2,8). In diesem Zustand war der Mensch "sehr gut" (Genesis 1,26-31).

2.) In den Anfängen wurde dem Menschen und den Tieren pflanzliche Nahrung zugewiesen und scheinbar kein Fleisch (Genesis 1,29-30). Zu diesem Zeitpunkt gab es vermutlich keine irdischen Gewalttaten (Genesis 6,11-12).

3.) Der Mensch konnte im Garten Eden von allen Bäumen essen. Dem Menschen wurde es nur verboten, vom Baum der Erkenntnis zu essen. (Genesis 2,15-17)

4.) Der Mensch wurde von der Schlange dazu verführt, vom Baum der Erkenntnis zu essen. (Genesis 3,1-15)

5.) Weil der Mensch vom Baum der Erkenntnis aß, veränderte sich die Wahrnehmung und der Zustand des Menschen (Genesis 3,7). Deswegen wurde der Mensch aus dem Garten Eden vertrieben und der Mensch musste die direkte Gegenwart von Gott (JHWH) verlassen (Genesis 3,21-24).

6.) Aufgrund der Ereignisse ist die Schlange und der Ackerboden verflucht! (Genesis 3,17)

7.) Diese Situation bereitet den Menschen ungeahnte Mühen und Qualen. (Genesis 3,16-19)

8.) Kain und Abel wurden geboren. (Genesis 4,1-2)

9.) Kain ist der erste Mörder, weil er den frommen Abel erschlug. (Genesis 4,8)

10.) Kain ist aus dem Bösen (1.Johannes 3,12) und er ist verflucht (Genesis 4,11).

11.) An die Stelle von Abel tritt der fromme Seth (Set). (Genesis 4,25)

12.) Die Nachfahren vom verfluchten Kain und vom frommen Seth (Set) wurden immer mehr. Dadurch mehrten sich die Menschen. (Genesis 6,1-4)

13.) Vermutlich zeugten die frommen Nachfahren vom Seth mit den Nachfahren des verfluchten Kain, der aus dem Bösen ist (1.Johannes 3,12), gemeinsame Kinder. (Genesis 6,1-4)

14.) Wurden die frommen Nachfahren des Seth verdorben, weil sie mit den Nachfahren des verfluchten Kain, der aus dem Bösen ist (1.Johannes 3,12), Kinder zeugten? Ging dadurch eine große Verderbnis umher?

15.) Wurde durch die verderbliche Vermischung sämtliches Trachten und Handeln der Menschen böse? (Genesis 6,5)

16.) Wurden die Menschen immer böser, weil der bösartige Same des verfluchten Kain alles verdarb?

17.) Alle Menschen und alle Tiere wurden verdorben und alles Fleisch wandte sich dem Bösen zu. (Genesis 6,12)

18.) Die Erde wurde voll von Gewalttaten (Genesis 6,11). Begannen Menschen und Tiere zu morden, genauso wie Kain mordete?

19.) Gott (JHWH) wurde betrübt, wegen all der Bosheit. (Genesis 6,6)

20.) Weil alles Fleisch verdorben wurde und sich dem Bösen zuwandte, beschloss Gott (JHWH) alle Menschen und Tiere durch eine Sintflut umkommen zu lassen. (Genesis 6,17)

21.) Nur Noah fand Gnade vor dem Herrn (Genesis 6,8). Noah und seine Familie wurden verschont und überlebten das große Sterben. (Genesis 8,15-19)

Noah hörte also auf Gott (JHWH) und deshalb überlebte er die tödlichen Wasser der Flut. Das zeigt: Wer auf Gott (JHWH) hört und die Weisungen Gottes ernsthaft befolgt; derjenige wird die größte Drangsal, Trübsal und Mühsal überleben (Exodus 9,20-21). Und wie können die Menschen heutzutage die Weisungen Gottes erfahren, um die größten Nöte zu überleben? Indem Sie die Bibel lesen! Es ist also jedem Menschen ernsthaft anzuraten, mit dem Bibellesen anzufangen und die Weisungen Gottes zu studieren. Denn wer die Bibel liest und die Weisungen Gottes befolgt, der wird überleben (Matthäus 19,17). Genauso überlebte Noah die Sintflut, weil er auf Gottes Weisungen hörte. Und weil Noah auf Gott (JHWH) hörte, stieg er mit seiner Familie lebendig aus der Arche. Dagegen kam das verdorbene Fleisch, welches sich dem Bösen zuwandte, in den Wassern der Sintflut um... Dann müsste doch heutzutage alles in Ordnung sein, wenn das verdorbene Fleisch durch die Sintflut umkam? Doch ist heutzutage wirklich alles in Ordnung?

Und ab diesem Punkt beginnt die eigentliche Ausarbeitung über "das Erbe von Kanaan". Denn heutzutage wird immer noch gemordet, wie es ein Artikel der tagesschau aufzeigt, der am 28.06.2023 veröffentlicht wurde:

tagesschau am 28.06.2023

So viele Tote wie seit 30 Jahren nicht mehr

238.000 Menschen sind 2022 weltweit durch Konflikte gestorben - so viele wie seit 30 Jahren nicht mehr. Die meisten starben durch einen Krieg, der in Europa kaum wahrgenommen wird: der Tigray-Konflikt in Äthiopien. Die Zahl der Todesopfer weltweit durch Konflikte ist so hoch wie seit dem Völkermord in Ruanda vor knapp 30 Jahren nicht mehr. […][…] Demnach starben im vergangenen Jahr 238.000 Menschen weltweit infolge von Kampfhandlungen. 1994 hatte der Genozid in Ruanda allein 800.000 Menschen das Leben gekostet. […]

[Stand: 5 Okt. 2023 21:35:59 UTC]

Quelle: https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/studie-krieg-tote-100.html

Sicherung der Quelle: https://archive.ph/97LgO

Heutzutage wird also in einem unvorstellbaren Ausmaß gemordet. Damit trieft der Erdboden immer noch von dem Blut der Dahingeschlachteten. Gleichzeit scheint das Elend umherzugehen, weil immer mehr Menschen von Armut betroffen sind, wie es in einem Artikel der Zeit erklärt wird, der am 26.03.2024 erschien:

Zeit am 26.03.2024

17 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Armut betroffen

Jahrelang ist die Zahl der Armen in Deutschland gestiegen, nach jüngsten Daten stagniert sie nun – auf hohem Niveau. Die Kinderarmut erreicht jedoch ein Allzeithoch. [...][...] Fast 17 Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebte 2022 in Armut. Das ist das Ergebnis des Paritätischen Armutsberichts. Demnach gelten mehr als 14 Millionen Menschen nach den jüngsten Daten als arm. [...][...] Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland ist dem Bericht zufolge von Armut betroffen. Der Wert von fast 22 Prozent ist demnach ein Allzeithoch. Unter Alleinerziehenden habe die Armutsquote zudem bei 43,2 Prozent gelegen, heißt es in dem Bericht. […]

[Stand: 26 März 2024 10:34:59 UTC]

Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/2024-03/armut-deutschland-paritaetischer-armutsbericht-kinderarmut

Sicherung der Quelle: https://archive.ph/B9iN3

Wie kann das sein, dass immer noch gemordet wird? Wie ist das möglich, das soviel Elend umhergeht? Warum ist die Erde heutzutage immer noch voll von Bösartigkeiten und Gewalttaten, obwohl das vorsintflutliche Fleisch, welches sich dem Bösen zuwandte, in den Wassern der damaligen Sintflut umkam? Denn durch die Sintflut wurde doch das verdorbene Fleisch getötet! Wenn das böse Fleisch umkam, dann müsste doch heutzutage alles in Ordnung sein? Warum ist dann die heutige Welt voll von Armut, Krieg, Krankheit, Tod, Zerstörung und Unrecht? Warum scheint immer noch alles Fleisch verdorben zu sein und sich dem Bösen zuzuwenden? Warum gehen immer noch zahlreiche Schrecknisse umher?

Lief irgendetwas schief, nachdem Noah mit seiner Familie aus der Arche stieg? Was führte dazu, dass sich die Verderbnis erneut ausbreiten konnte? Was ist der nachsintflutliche Quell der gegenwärtigen Drangsal, der gegenwärtigen Trübsal, der gegenwärtigen Mühsal? Was ist der nachsintflutliche Ursprung des gegenwärtigen Unrechts, der gegenwärtigen Gewalttaten, der gegenwärtigen Bösartigkeiten, der gegenwärtigen Missstände?

In den nächsten Kapiteln dieser Ausarbeitung werden Antworten auf die genannten Fragen ermittelt.